Sichere Wasserversorgung in Brandenburg statt Tesla-Wahnsinn

Pressemitteilung: Zur Eröffnung der Tesla-„Gigafabrik" hat sich nicht nur Bundeskanzler Olaf Scholz, sondern auch breiter Protest von Klimainitiativen in Brandenburg und Berlin angekündigt. Diese Initiativen machen seit Jahren dagegen mobil, dass mitten in einem Trinkwasserschutzgebiet eine Fabrik mit enormen Wasserbedarf entstehen durfte.

Dazu erklärt Ferat Koçak, klimapolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Abgeordnetenhaus:

Während sich die Politik jeden Sommer geschockt zeigt über die zunehmende Wasserknappheit in Brandenburg und Berlin, hofiert sie gleichzeitig den Milliardär Elon Musk, der mit seiner Tesla-Fabrik einen großen Beitrag zum Mangel an Trinkwasser leisten wird. Der Zugang zu Wasser ist Menschenrecht und ich bin solidarisch mit den Protesten in Brandenburg und in Berlin, die nicht nur auf die problematische Wasserlage aufmerksam machen, sondern auch auf die globalen Umweltprobleme in Zusammenhang mit der Produktion von E-Autos. Der Kampf um Klimagerechtigkeit beginnt hier und hat globale Bedeutung.

Indigene Aktivist:innen-Gruppen, die ebenfalls morgen zu den Protesten aufrufen, kritisieren etwa die verheerenden Arbeitsbedingungen und ökologischen Auswirkungen des für die E-Auto-Produktion essentiellen Lithium- und Nickelabbaus, etwa in Guatemala: „Die Herstellung von E-Autos erhöht die Nachfrage nach Mineralien wie etwa Nickel, welches von europäischen Firmen [...] abgebaut wird und den Izabal-See, den größten See Guatemalas verschmutzt“, so die Gruppe „Voces de Guatemala en Berlín“.

Ferat Koçak äußert hierzu:

Die E-Auto-Produktion und der vermeintlich grüne Kapitalismus ist eine globale Mogelpackung. Wir brauchen einen massiven Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, statt Förderung eines Individualverkehrs, der hauptsächlich das private Gewissen beruhigt und sonst wenig beiträgt. Wir müssen uns der Ausbeutung von Mensch und Natur von Musk und Co global entgegenstellen.